Im Jahr 2017 wurde ich erstmals auf FOPOS aufmerksam und auf das Care-Center in Südafrika. Bis dahin hatte ich noch nichts von dem Förderverein gehört, obwohl ich in derselben kleinen Dorfgemeinde wohne, in der auch der Verein ansässig ist.
Ich unterhielt schon damals, und noch heute, eine Patenschaft für ein Mädchen im Sudan, und es lag mir am Herzen, es ihr zu ermöglichen, die Schule zu absolvieren, einen Beruf zu erlernen und sie zu stärken, um für ihre Rechte als Frau eintreten zu können. Bei solch einer Patenschaft bleibt es bei oberflächlichen Informationen bezüglich der beteiligten Personen, und zwar auf beiden Seiten. Und das ist sicherlich sinnvoll zum Schutz der Patenkinder, zum Schutz von Mawen – so ist ihr Name.
Die Mutter des ehemaligen Freiwilligen Luka, der im Scrosoppi Care-Center als Volontär geholfen hatte, sprach mich an, ob ich dem Verein FOPOS helfen könnte, einen Internetauftritt zu realisieren. Ich war beruflich jahrelang in der Software-Entwicklung tätig und hatte soeben erfolgreich die Website für meine Frau fertiggestellt. Ich brachte also beste Voraussetzungen mit.
Und so traf ich zum ersten Mal auf Klaus Lauck und auf das Projekt FOPOS. Schnell merkte ich, wie sehr dieses ein Herzensprojekt von Klaus war und ist. Er erzählte mir von der Geschichte des Oratoriums in Oudtshoorn und dem – aus meiner Sicht tollkühnen – Plan der Oratorianer, mitten im Armutsviertel eine sichere Stätte für die Kinder dort aufzubauen. Ich war beeindruckt, was dort bereits aufgebaut werden konnte und sehr betroffen, was den Alltag der Kinder dort betraf.
Keine Frage, ob ich helfen könnte, natürlich konnte und wollte ich das.
Wir setzten uns zusammen und versuchten ein wenig Struktur auf Papier zu bringen. Welche Inhalte sollten wir auf die Homepage bringen? Welche mittel- und langfristige Intention wollten wir mit der Homepage verfolgen?
Wir wollten informieren, immer die aktuellen Neuigkeiten für die interessierten Leser bereitstellen. Und für Spendengelder werben. Wir sichteten Unmengen von Fotos und erstellten recht schnell das Konzept der Homepage. Die Adresse fopos-ev.de war noch frei und so meldeten wir uns unter dieser Adresse bei einem Provider an.
Wir entschieden uns, die Homepage auf Basis der kostenlosen WordPress Software zu erstellen. Wir kauften einen Layout-Baukasten dazu, den ich schon von der Homepage meiner Frau kannte, und wir konnten starten.
Je mehr Unterlagen ich las, die Klaus heran brachte, umso begeisterter wurde ich. Dieses Projekt ist es wert, dass ich mich engagiere. Die Oratorianer vor Ort sind es wert, dass wir sie nach Kräften mit Spenden unterstützen. Und die Kinder in Oudtshoorn sind es erst recht wert, dass wir ihnen ein Stück weit Sicherheit, Ernährung, Geborgenheit, Unbekümmertheit und Kindsein ermöglichen.
Und dann bei der Zusammenstellung von Texten und Bildern, Menüstrukturen und Blogbeiträgen bekam ich es die Hände, dieses eine Bild. Dieses eine Bild von dem Mädchen. Dem Mädchen mit dem Ball. Dem Mädchen, das glücklich, zufrieden mit dem Ball dort steht und mich anschaut und lächelt. Und da war es noch klarer, dass es genau richtig ist, was ich tue. Und was wir mit FOPOS tun. Und was die Oratorianer und ihre Helfer im Care-Center tun.
In wenigen Wochen war eine erste Version der Homepage fertig. Bis alle Inhalte untergebracht, Datenschutz und Sicherheit erstellt war, vergingen weitere Wochen. Mittlerweile haben wir das Layout mehrere Male überarbeitet, mal mehr, mal weniger. Das unbekannte Mädchen ist geblieben und lächelt mich noch immer an, von der Seite mit der Beschreibung des Care-Centers. Und sie ist zum Spendengesicht unseres Projektes bei Betterplace geworden.
Jörg Boese










Klaus Lauck mit einem der Kinder im Care-Center