Liebe Freundinnen und Freunde von FOPOS,
noch aus Südafrika möchte ich vom 20.- jährigen Jubiläum von dem St. Luigi Scrosoppi Care-Center berichten.
Lena mit ihrer Mutter Maria, Annika und Jette sowie ich waren zu Gast im Center, um dieses besondere Jubiläum mitzufeiern.
Und so viel ist entstanden in den 20 Jahren. Was mit einer Industriebrache und auf einer Müllhalde, eine 14 ha. große Steinwüste begann, hat sich zu einer blühenden Oase für die Kinder und Jugendlichen entwickelt. Haus Bethlehem für die kranken Kleinstkinder, Haus Luigi als Kindertagesstätte, Haus Taddäus für Straßenkinder, Haus Philipp für die männlichen Jugendlichen, Haus Veronika für die weiblichen Jugendlichen, Haus der Barmherzigkeit für die bedürftigen Erwachsenen mit Suppenküche, Kleiderkammer u.v.m., die Palliativstation, der wunderschöne Garten, die Bäume und Nutzpflanzen, die vielen Tiere …..
Ich bin voller Dankbarkeit. Es ist ein wahres Wunder, ein Geschenk. Und ich bin so dankbar, für alle, die bei FOPOS e.V. mitarbeiten und über uns das Care-Center unterstützen.
Die Freundlichkeit aller Menschen hier ist unbeschreiblich. Obwohl sie so wenig haben, obwohl sie teilweise so hart arbeiten. Zum Beispiel die Suppenküche. In zwei sehr großen Töpfen werden täglich zwei verschiedene Eintöpfe zubereitet. Viele Kartoffeln, Gemüse u.a. muss klein geschnitten werden, um am Mittag für ca. 160 Personen eine gute Mahlzeit anbieten zu können. Dies im Container bei großer Hitze. Es sind ältere ehrenamtliche Frauen aus dem Township, die diese harte Arbeit täglich machen.
Die Oratorianer, voran Pater Leon Mostert, der Präpositus der Gemeinschaft und Direktor des Centers betonen immer wieder, ohne FOPOS hätte das Care-Center nie diese Entwicklung nehmen können, wahrscheinlich würde es nach Corona und den anschließenden starken Preissteigerungen das Care-Center gar nicht mehr geben. Sie sind allen Spenderinnen und Spendern daher von Herzen dankbar.
Diese Anerkennung haben die Oratorianer in einer Gedenktafel für FOPOS an der Mariensäule ausgedrückt. Die erste Gedenktafel hier ist den belgischen Schwestern des hl. Philipp Neri gewidmet, die das Center von 2006 bis 2011 finanziell sehr großzügig gefördert hatten und den Start ermöglichten.
Die Jubiläumsfeier war schlicht, aber sehr beeindruckend. Vor allem der Gottesdienst in der halbfertigen Krypta mit Bischof Noel. Als Gründer des Vereins von FOPOS war es mir eine große Ehre, dass ich um eine Rede gebeten wurde. Nach der Rede gab es einen leckeren Imbiss, auch ehrenamtlich von einer Sozialarbeiterin für die 170 Gäste liebevoll vorbereitet.
Das Fest für die Kinder war am folgenden Tag. Auf Hüpfburgen und einer Wasserrutsche konnten sie sich austoben, es gab Eis, Getränke und ein Mittagessen für alle. Mit einer Süßigkeit wurden sie verabschiedet.
In den drei Wochen meines Aufenthaltes durfte ich so viele Erfahrungen machen. Ich bin stark erfüllt davon. Auch von der tiefen Religiosität. Der christliche Glaube ist hier so authentisch und überzeugend zu erfahren. Für mich ist diese Zeit daher immer wie Exerzitien.
Jede und Jeder, der das Center besuchen möchte, oder hier für einen Zeitraum mitarbeiten will, ist herzlich willkommen. Ich verspreche Ihnen, sie bekommen mehr zurück geschenkt als sie geben können.
Mir geht es jedenfalls immer so bei meinen Besuchen.
Und allen, die durch ihre Unterstützung mithelfen, dass das Projekt weiter bestehen und sich entwickeln kann, sei versichert, sie haben Anteil an etwas wirklich Großartigem.
Klaus Lauck, Bridgton, am 31. Oktober 2026
Anmerkung:
Die Rede von Klaus Lauck kann über den nachfolgenden Button als PDF-Datei heruntergeladen werden:










